von Veronika

Im Rahmen unseres Gadget Test-Clubs vergeben wir regelmäßig SOWIA Gadgets an Kunden und Gadget-Fans, um die Produkte genau unter die Lupe nehmen zu lassen. Die Ergebnisse der Gadget-Tests veröffenlichen wir in unserem Blog. Hier die Review zur Teelicht Lavalampe:

Test-Autor: Bernd aus Bernau

Erster Eindruck

Die Lavalampe ist sauber und ordentlich in einem relativ kleinen aber optisch schon mal sehr ansprechendem Paket verpackt. Beim Auspacken flatterte mir ein Zettel entgegen der mir schwer vorkam als wäre er zum 10.000 mal kopiertTeelicht Lavalampeworden und ich fühlte mich an kryptisch anmutende Bedienungsanleitungen aus Fernost erinnert. Aber weit gefehlt, in gutem Deutsch wurden noch Dinge erklärt für die wohl in der original Bedienungsanleitung kein Platz mehr war. Diese liegt natürlich auch bei und ist professionell gestaltet. Wichtigster Satz daraus „Dies ist kein Spielzeug!“ Wie wahr. Dazu aber später mehr.

Zur Sicherung gegen Transportschäden ist die Wasserflasche separat verpackt und so vor den Metallteilen geschützt. Angenehm dabei, auf der Verpackung der Einzelteile ist bereits die Aufbauanleitung aufgedruckt. Für jemand wie mich, der prinzipiell nie eine Anleitung vorher ließt, schon mal von Vorteil. Wobei es nicht viel aufzubauen gibt. Zick zack steckt man die 4 Komponenten zusammen und schon ist die Rakete fertig. Und da auch noch das allererste Teelicht auch noch mit beiliegt kann es eigentlich sofort losgehen.

Größe, Form, Material
Die Lavalampe ist alles in allem aufgebaut 24,5cm hoch und hat einen Durchmesser von rund 8cm. Die Form erinnert an eine Mischung aus Torpedo und Rakete. Die Abdeckung und der Fuß, der auch das Teelicht aufnimmt, bestehen aus Leichtmetall. Durch die Raketenflügel steht die Lampe sicher auf ebenem Boden. Die Teile machen einen gut verarbeiteten Eindruck. Der Teil, in dem die geheimnisvolle Lavasubstanz schwimmt, sieht einer kleinen Glastrinkflasche verblüffend ähnlich und besteht wie schon gesagt aus Glas. Oben befindet sich ein normaler Schraubverschluss. Die Frage ob man die Flasche darüber wieder auffüllen kann oder sogar ausgetauscht werden könnte lässt sich leider nicht zweifelsfrei beantworten.

3, 2, 1…. Lava
Das Teelicht zündet man am besten mit einem sehr langen Streichholz oder diesen speziellen Feuerzeugen mit dem langen Hals an. Ich möchte lieber nicht eine Flamme zwischen den Fingern in die vorgesehene Öffnung reinschieben. Aber sehr viel größer hätte die Öffnung nicht sein dürfen da sonst der Look verschandelt wäre.

Laut Bedienungsanleitung kann es beim ersten mal Lavazündung 20min dauern bis diese dann flüssig ist und in den typischen Blasen durch das Glas schwebt. Und genau so lang hat es auch gedauert. Beim 2. mal waren es nur noch 12-15min. Eine durchaus verträgliche Zeit. Reicht um sich seine Kuscheldecke zu suchen, das gute Buch zur Hand zu nehmen und ein Glas vollmundigen Roten einzugießen. Dinge die sich gar nicht mit Hektik vertragen. Denn das strahlt die Lavalampe auf gar keinen Fall aus, Hektik. Die Blasen steigen mal klein mal groß, mal schneller mal langsamer, unregelmäßig auf, fallen wieder vereinigen sich mit anderen Blasen oder mit der großen ganzen Masse. Die hier getestete Blaue Lavamasse sieht super aus. Die Blasen reißen sauber ab und vereinigen sich wieder spielend. Was ich bei anderen Lampen schon erlebt habe, das Millionen kleine Minikugeln in der Lampe herum schweben konnte ich nicht beobachten. In kaltem Zustand sieht die Lava noch ein wenig fad aus, warm kommt aber ihre Pracht erst richtig zur Geltung. Samtig und weich bobbeln die Blasen durchs Glas. Kuschelige, chillige Atmosphäre pur. Wenn es also mal wieder draussen in Strömen regnet, und kalt ist und man möchte ganz ruhig entspannen dann ist die Lavalampe als Accessior ideal. Ungeeignet wäre sie auf einem Esstisch als Kerzenersatz. Den sie sollte, wie auch mehrfach in der Bedienungsanleitung drauf hingewiesen, an einem Ort stehen an dem kaum oder wenig Personenverkehr (oder sonstigen Dingen die die Lavalampe umstoßen könnten) herrscht.

Und da sind wir beim größten Manko der Lampe angekommen. Da man beim Aufbau alles nur zusammensteckt und nichts schraubt oder dergleichen, bedeutet ein umstoßen, ein zerfallen in alle einzelnen Teile. Und diese werden mächtig heiß. Gerade die Teelichtaufnahme und das Glas kann man kaum noch anfassen, geschweige aufheben oder umsetzen. Dort wo die Lampe angezündet wurde muss sie dann auch stehen bleiben und erst nach erkalten kann man sie wieder abräumen. O-Ton Bedienungsanleitung: „DIES IST KEIN SPIELZEUG“ Ist sie definitiv nicht. Je nach Art des verwendeten Teelicht so lang dauert auch die Betriebszeit der Lampe wobei 3 Stunden laut Bedienungsanleitung nicht überschritten werden sollten. (Bis dahin ist der Wein eh alle) Das erste, mitgelieferte Teelicht kam mir heller vor als das 2. was ich noch im Haushalt hatte. Kann sein das neuere mit besserem Wachs ein wenig heller brennen was der Lampe auf jeden Fall zu gute kommt, den dadurch gewinnt sie an Ausstrahlung. Durch die Öffnungsschlitze in der Teelichthalterung werden tanzende Lichtflecken auf den umliegenden Bereich geworfen welches unbedingt zum einmaligen Gesamteindruck dieser Rakete dazugehört.

Fazit
Für Romantiker mit Hang zur Nostalgie und Verlangen nach einzigartigen Dingen ein absoluter Traum und somit ein Must-have. Auch für Leute den ein Aquarium zu viel Arbeit macht, wo ein Kamin nicht möglich ist, wer nicht aufhören kann stundenlang in faszinierende Bewegungsabläufe zu starren wird in dieser kleinen Lampe einen tollen Ersatz finden. Klein wie sie ist, ist sie schnell verstaut, wenn man sie nicht mehr sehen mag. Ohne Strom und ohne Stundenlanges warten blubbern die Blasen durchs Glas.

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